Da sich immer mehr Menschen in heutiger Zeit wieder auf den Weg machen, um sich fern der Hektik Zeit für sich und die Umwelt zu nehmen – wurde dieses INTERREG IIIA Projekt ins Leben gerufen. Wandern auf burgenländischen Pilgerwegen bedeutet Einkehr und Besinnung, aber auch Begegnung mit Menschen und deren Kultur, mit der Landschaft und der Natur. Im Rahmen dieses Projektes sollen die Wege um die traditionellen Pilger- und Wallfahrtsrouten und -stätten attraktiv gestaltet werden und dazu ein touristisches Angebot aufgebaut werden. Dazu sollen die bestehenden Pilgerwege und Wallfahrtsorte vernetzt werden und mit zusätzlichen touristischen Angeboten wie Naturlehrpfaden, Themenwegen, Museen sowie Gastronomie und Beherbergung zu einem regionalen Gesamtangebot verbunden werden.
Aktivitäten
Mit den Recherchearbeiten wurde die Bürogemeinschaft Fa. A.I.R. und Büro Knoll betraut. Gemeinsam mit den Tourismusregionalverbänden wurde in jeder Tourismus-Region eine Route definiert. Um auch die weiteren Besonderheiten der Regionen in das Projekt mitaufzunehmen und touristisch gut zu vermarkten, wurden hauptsächlich Rundwege kreiert. Alle Wege wurden nach Möglichkeit auf dem bestehenden burgenländischen Rad- und Wanderwegenetz festgelegt, da dadurch Kosten gespart werden konnten. Auf die Anbindung nach Mariazell wird natürlich geachtet, das Hauptaugenmerk soll aber auf die Aufbereitung der burgenländischen Besonderheiten gelegt werden.
Folgende Pilgerrouten wurden definiert
Region Neusiedl:
Frauenkirchen – Dt. Jahrndorf (Zeiselhof) – Gattendorf (St. Annakapelle)
Region Eisenstadt:
Eisenstadt – Loretto (Basilika) – Eisenstadt
Region Rosalia:
Bestehender Mariazeller Weg „06“ (Eisenstadt – Rosalienkapelle)
Region Mittelburgenland:
Rundweg: Dörfl (Bründlkapelle) – Piringsdorf – Hochstraß – Pilgersdorf (Abzweiger nach Kogl und retour) – Unterrabnitz – Dörfl
Region Oberwart:
Radroute: Lockenhaus – Goberling (Abzweiger nach Mariasdorf und retour) – Stadtschlaining – Dürnbach – Rechnitz
Region Güssing:
Sternwallfahrt: Ausgehend von Maria Weinberg Richtung Inzenhof (St. Emmerichskirche); Heiligenbrunn; Güssing
Region Jennersdorf:
Mogersdorf (Schlößlberg) – Maria Bild – Eisenberg – Anschlussmöglichkeit an Ungarn (St. Gotthard).
Besonders wichtig war es, neben den bedeutenden Pilgerstätten und Wallfahrtsorten die kulturhistorischen Besonderheiten der Regionen in die Routen miteinzubeziehen. Weiters wurde auch darauf geachtet, dass sich dieses Projekt nicht nur auf Fußwallfahrt beschränkt, sondern auch Angebote für Radfahrer und Busgruppen geschaffen werden.
Es wurden Kriterien für Pilgerbetriebe festgelegt. Bei Erfüllung dieser Kriterien wie z.B. Bereitstellung eines Lunchpaketes, Aufnahme für eine Nacht oder eine Trocknungsmöglichkeit für Kleidung etc. dürfen sich die beteiligten Betriebe offiziell „Pilgerbetrieb“ nennen. Es konnten bereits Betriebe im gesamten Burgenland gewonnen werden.
Mit den Marketingmaßnahmen wurde die Agentur atelier 4, Lockenhaus betraut. Unter der Homepage www.pilgerinfo.at gibt es die Möglichkeit, sich über das Pilgerprojekt, die Wege sowie Sehenswürdigkeiten entlang der Routen zu informieren. Zusätzlich wird ein Folder zum Projekt entstehen.
Vor den bedeutendsten Wallfahrtsstätten werden die Infotrommeln „huberth“ aufgestellt, worauf Pilger Informationen über den
Wallfahrtsort sowie über den Pilgerweg (in Form von 3D Karten)
bekommen.