MOGERSDORF
In einer Urkunde des Papstes Urban III. ist Mogersdorf 1187 als Grangie (Meierhof) des Zisterzienserklosters St. Gotthard erstmals urkundlich erwähnt, und zwar als ungarische Form "Nagfalu".
Am 1. August 1664 besiegte im großen Raabbogen bei Mogersdorf ein vereintes christliches Heer unter der Führung von Graf Raimund von Montecuccoli die an Truppen und Kriegsgerät weit überlegenes türkisches Heer unter Achmed Köprülü und beendet damit den Türkenkrieg von 1663/1664. Somit erlangte Mogersdorf historische Bedeutung.
Es wurde zum Ausgangspunkt eines internationalen Symposions und zu einem Ort der Begegnung von Menschen aus drei Staaten. Mehrere Gedenkstätten erinnern heute in Mogersdorf an den bedeutsamen Sieg über die Türken: das Weiße Kreuz, auch Türkenkreuz genannt, der Friedensstein, die Annakapelle, die Gedächtnisstätte auf dem Schlößlberg, das Deckengemälde in der Pfarrkirche und der Gedenkraum im Kreuzstadel auf dem Schlößlberg.
1964 wurde Mogersdorf anlässlich der 300-Jahr-Feier der Türkenschlacht in einem feierlichen Rahmen zur Marktgemeinde erhoben. Seither ist Mogersdorf berechtigt, ein Wappen zu führen. Bis 1970 waren Deutsch Minihof und Wallendorf zwei eigenständige Gemeinden. Anlässlich der Gemeindezusammenlegung kamen sie 1971 als Ortsteile zur Großgemeinde Mogersdorf.
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